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Marktanalyse für umlandbezogene Dienste im Personen- und Wirtschaftsverkehr

Untersuchung für die Siemens AG, Köln 2002

Im Rahmen des Leitprojektes „stadtinfoköln“ wird das bestehende Angebot an Verkehrsinformations- und -managementdiensten in der Stadt Köln erweitert. Ziel ist es, neben der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse profitable Ge­schäftsfelder für eine Betreibergesellschaft, die Mobilitätsdienste anbietet, zu eröffnen. Voraussetzung für eine dauerhafte und qualitativ hochwertige Bereit­stellung von Mobilitätsdiensten ist die betriebswirtschaftliche Rentabilität des Angebotes.

Der wirtschaftliche Erfolg von Mobilitätsdiensten, die den Nutzern gegen Entgelt zur Verfügung gestellt werden sollen, ist vom Nachfragevolumen abhängig. Das Nachfragevolumen setzt sich zusammen aus den potentiellen Abnehmern der Mobilitätsdienste (Nachfragepotential) und deren Zahlungsbereitschaft.

•  Eine Beschränkung des Diensteangebotes auf den Personenverkehr so­wie auf das Kölner Stadtgebiet mindert das Nachfragepotential von Mobi­litätsdiensten. Erfolg versprechend sind jedoch Dienste, die eine möglichst große Nutzergruppe ansprechen. Das Nachfragepotential kann sich durch eine regionale Ausdehnung von Mobilitätsdiensten erheblich vergrößern. Eine Erweiterung des Nachfragepotentials wird ebenso durch die Einbe­ziehung des Wirtschaftsverkehrs erreicht, bei dem eine relativ hohe Be­reitschaft zur Abnahme von Mobilitätsdiensten vermutet wird. Insofern steigert die Einbeziehung des Umlandes und des Wirtschaftsverkehrs die Erfolgsaussichten der Mobilitätsdienste.

•  Daneben sind die Akzeptanz und die Zahlungsbereitschaft der Nutzer ein entscheidendes Kriterium für den wirtschaftlichen Erfolg. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Akzeptanz eines Dienstes und die Zah­lungsbereitschaft für einen Dienst um so höher liegen, je stärker er auf die Bedürfnisse der Nachfrager zugeschnitten ist. Dienste sollten insofern als „Problemlösungsstrategien“ verstanden werden.

Ziel der Marktanalyse für umlandbezogene Dienste ist es, unter Kenntnis der bestehenden Verkehrsbeziehungen zwischen Kölner Umland und Stadt Köln Mobilitätsdienste zu generieren, die den Bedürfnissen und Problemen im Um­land (Personen- und Wirtschaftsverkehr) entsprechen. Es wird ermittelt, inwie­weit sich durch die Einbeziehung des Umlandes und die Berücksichtigung des Wirtschaftsverkehrs die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten des Diensteangebo­tes erhöhen lassen. Hierzu ist es notwendig, das Nachfragepotential für die entwickelten Mobilitätsdienste abzuschätzen. In Verbindung mit den empirisch zu ermittelnden Zahlungsbereitschaften und den Kosten des Diensteangebotes (Investitionen und Betrieb) ergibt sich das ausschöpfbare Nachfragepotential (Nachfragevolumen) für die entwickelten Dienste. Die Untersuchung liefert hiermit fundierte Informationen für den Diensteanbieter, welche Geschäftsfelder wirtschaftlich betrieben werden können.




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